Der Verein

Unsere ehemaligen Lieblichkeiten

"Das bestgehütete Geheimnis der Astorstadt..."

Seit vielen Jahren markiert dieser Satz alljährlich im Sommer den Beginn um das Rätselraten, welche junge Dame denn im nächsten November neue Karnevalsprinzessin in Walldorf sein wird.

Nach den Anfangsjahren hatte sich die junge Karnevalsgesellschaft Ende der 1950er Jahre strukturiert und die Veranstaltungen waren in den Köpfen der Bevölkerung inzwischen verankert. 1959 übernahm der junge Verein die verbreitete Karnevalstradition, als charmante Vereinsrepräsentantin eine Prinzessin zu ernennen, die jeweils für den Lauf einer Kampagne die Krone tragen sollte. Bei der Prunksitzung 1959 wurde somit die erste einer langen Reihe von „Lieblichkeiten“ präsentiert: Käthe I. aus dem Hause Schnabel.

Während die ersten beiden Prinzessinnen noch eigene Titel „Käthe I. von Astoranien“ (1959) und „Christel I. von Badenia“ (1960) trugen, ging man ab der Kampagne 1961 dazu über, neben der römischen Namenszahl lediglich „das Haus“, also den Familiennamen, der Regentin anzuhängen: Giselheid I. aus dem Hause Bohatsch (1961). Und diese Tradition hat sich bis heute erhalten.

Auch wurden in den Anfangsjahren die Prinzessinnen stets bei der Prunksitzung inthronisiert, da man zu Beginn der närrischen Zeit im November keine Veranstaltungen plante.

Dies änderte sich ab der Kampagne 1968/69. Von da an gab es jährlich im November eine sogenannte "Eröffnung der Kampagne", deren Mittelpunkt die Präsentation und Inthronisation der neuen Prinzessin wurde. Die Identität der nächsten Prinzessin – oft nur einer einzigen Person oder kleinstem Kreis bekannt – wurde stets bis zur letzten Minute aufs strengste verheimlicht und führte nicht selten zu kuriosen Spekulationen und wahren Versteckspielen. Die Inthronisation selbst wurde mit den Jahren immer phantasievoller, fulminanter und grandioser, ein wahres Spektakel.

Bis heute konnte die Tradition ununterbrochen fortgeführt werden. Nicht von ungefähr, wenn die Zeitungen in den vergangenen Jahrzehnten oftmals titulierten:

"Walldorf hatte stets die schönsten Prinzessinnen."

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